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VorwortBearbeiten

Im Folgenden sind einzelne Geschichten rund um Arthoria veröffentlicht, die nicht dem Band "Märchen und Sagen aus Elteran und Umgebung" des fiktiven Authors Arnesson zuzuordnen sind. Die Geschichten sind geprägt duch die Rollenspielumgebung des Browsergames Arthoria und duch die Inspiration H.P. Lovecrafts.

Charaktergeschichte von KairiBearbeiten

Kairi lief in ihrem Zimmer hin und her. Der edle Teppich, der den kalten Steinboden verdeckte, verschluckte ihre Schritte. Draußen vor dem großen steinernen Bogenfenster ward bereits der volle Mond aufgegangen. Das Schloss wirkte um die späte Stunde gespenstig ruhig. Kein Geräusch drang vom Gang vor ihrer Tür in ihr Gemach. Las Licht der edel verzierten Öllampen erhellten den Raum. Man sah sofort, das er von einer jungen Frau bewohnt wurde: Kleine Kommoden schmückten ihn in ihrer Zierlichkeit. Samtene Vorhänge kleideten die hohen Fenster. Und nicht zuletzt wurde das Bett wurde von einem künstlichen Himmel aus weißer Spitze gekrönt.
All das war ihr im Moment vollkommen egal. Auch, wenn ihr Vater, der König des Ordens der geflügelten Götter, ihrer kleinen Schwester das Ausreißen verziehen hatte, wünschte sie ihn zu Currulum. „Wie kann man einem kleinen Mädchen an den Kopf werfen, dass sie am Tod ihrer Mutter schuld sei?“ fragte sie sich in Gedanken. Seid sie Denken konnte, war sie wie eine Mutter für ihre kleine Schwester gewesen. Sie war für sie da, wenn es ihr schlecht ging; tröstete sie, wenn sie Kummer hatte.
Als sie zum wiederholten Male auf dem Absatz wendete, überlegte sie kurz, wie lange sie das tun müsste, um eine Erkennbare furche in den Teppich zu laufen. Sie verscheuchte den kindischen Gedanken und sinnierte weiter darüber, wie sie ihrem Vater ein Schippchen schlagen konnte. Immerzu wollte er sie sie beschützen. Eifersüchtig achtete er darauf, dass sie nicht ohne eine Standarte Gardisten das Schloss verließ, wenn sie überhaupt in den Genuss kam, einmal vor die dristen Mauern zu gelangen.
Plötzlich blieb sie apprupt stehen, als ihr eine fixe Idee durch den Kopf schoss: „Ich schleiche mich morgen einfach aus dem Schloss! soll dem alte Zausel do einfach mal das Herz in die Hose Rutschen, wenn er entdeckt, dass ich nicht hier bin!“
Fröhlich ging sie an ihre Schminkkomoden und holte eine Bürste aus einer der kleinen Schubladen und begann sich die blonden Haare, die ihr hübsches Antlitz krönten, zu bürsten und sah dabei in den großen, ovalen Spiegel, der dahinter an der Wand angebracht war. „Durch meinen Eifersüchtigen Vater habe ich nie einen interessanten Mann kennenlernen können. Immer nur diese verzogenen Schnösel von Höflingen und Prinzen.“ Sie schauderte, sah in den Spiegel und sagte traurig zu ihrem ebenbild: "Wenn ich doch nur..."
Traurig zog sie ihr seidenes Schlafgewand an, verlöschte die Öllampen bis auf die an ihrem Nachttisch und ging ins Bett. Lange lag sie aufgeregt wach und dachte an ihren Ausflug am nächsten Morgen.
Sie schlich sich durch die Hallen. Die Bogengänge wurden vom ersten Dämmerlicht des Morgens durchflutet. Sie hatte die Schuhe ausgezogen, weil sie befürchtete, jemand würde durch das Klacken ihrer Schritte auf sie Aufmerksam werden. Leise, immer im schatten der Mauern, lief sie zum Burgtor. Dort angekommen, offenbarte sich ihr ein seltsames Bild: Das große, halbrunde Tor stand weit offen. Dahinter lag die Straße zur Stadt von einer seltsamen Landschaft aus knorrigen alten Bäumen umsäumt. Fette Nebelschwaden hingen wie Barrikaden aus Watte darauf. Ängstlich machte Kairi einen Schritt nach draußen.
Eine Stimme lachte höhnisch: "Du hast durch nicht geglaubt, dass ich dich so einfach gehen lasse?" Ihr Vater trat aus dem Nebel. Kairi wollte ängstlich einen Schritt zurück treten, doch spürte sie plötzlich etwas im Rücken. Es knirschte seltsam. Die drehte sich panisch um: Hinter ihr eine Wand aus Knochen. Leere Augenhöhlen blickten sie an. Sie schrie, wandte sich wieder um und fand sich plötzlich an der Brust ihres Vaters wieder. "Vater", schluchzte sie. "Mein Kind", sagte er mir seltsam verzerrter Stimme. Die Blickte hoch und wünschte sich sie hätte es nicht getan. Sie wollte Schreien, doch ihre Stimme versagte. Wie gelähmt sah sie dem Ding ins Gesicht, was eigentlich ihr Vater sein sollte: Der einst Rotblonde Bart und die Haare waren schlohweiß, das Gesicht graugrün. Aus den ausdruckslosen Augenhöhlen drang Madenartiges Getier. "DU BIST MEIN!"
Schreiend wachte sie auf. Draußen ging die Sonne auf.

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